teambuilding outdoor hotel zugbrücke

So manch ein Spaziergänger mag denken „Was machen die denn da“, wenn er das Hotel Zugbrücke passiert und auf seinem Gelände Personen begegnet, die scheinbar etwas ganz Sinnloses tun. Männer und Frauen zumindest, die einer Beschäftigung nachgehen, die man nicht sofort als Teil einer Weiterbildungsmaßnahme erkennt. Trotzdem werden sie sich weiterbilden, denn die ZUGBRÜCKE verfügt auf ihrem Gelände über einen Outdoor-Parcours. Diesen können Unternehmen nutzen, um ihre Mitarbeiter nicht nur im Tagungsraum, sondern auch unter freiem Himmel zu trainieren.

 

Arbeitsalltag simulieren

Geschaffen wurden elf „Trainings-Elemente“; darunter auch zwei „High-Ropes“-Elemente, an denen die Teilnehmer in luftiger Höhe beispielsweise ihre Entscheidungsfreude trainieren können. Die meisten Übungselemente befinden sich jedoch in Bodennähe. Wobei es auch dort noch zum Teil eine Höhe von vier Metern zu überwinden gilt. Zum Beispiel bei der „Team Wall“. Deren Funktion erläutert Stefan Hieronimus, Geschäftsführer des Trainingsanbieters PROVENTURE, der die Outdoor-Anlage am Hotel Zugbrücke fachlich betreut:
„An der Team Wall sollen die Teilnehmer als Team eine Holzwand überwinden. Hilfsmittel sind außer dem, was man am Körper trägt, wie zum Beispiel der Gürtel und die Kleidung, nicht erlaubt. Auf der oben angebrachten Plattform dürfen sich maximal vier Personen befinden, um Hilfestellung zu leisten. Diejenigen, die schon oben waren, dürfen von unten zwar nicht mehr aktiv mithelfen, sollten aber passiv sichern.“

Trainiert werden so unter anderem die Kommunikation, Kooperation und Hilfsbereitschaft unter den Teilnehmern. Von allen Übungen, auch der an der Team Wall, gibt es mehrere Varianten mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad. So ist ein Anpassen der Übungen an den Bedarf der Gruppe bzw. des Unternehmens möglich. Dies erleichtert es Trainern, die im Hotel Zugbrücke Seminare durchführen, auch zwei-, dreistündige Outdoor-Übungseinheiten in ihre Seminare zu integrieren. Nach vorheriger Absprache natürlich, denn ein Sicherheitstrainer muss beim Training auf dem Outdoor-Parcours stets anwesend sein. Auch für die Beratung, welche Übung am besten in das Seminar passt, stehen die Spezialisten von PROVENTURE zur Verfügung. Dies erleichtert es Trainern, erlebnisorientierte Trainingskonzepte zu realisieren, die Outdoor- und Indoor-Übungen miteinander verknüpfen.

Lernfeld Natur am Hotel Zugbrücke

Ziel der Übungseinheiten im Freien ist es, Situationen aus dem betrieblichen Alltag zu simulieren. Es soll ein Umfeld kreiert werden, das betriebliche Prozesse so abbildet, dass in einer kurzen Zeit aufgrund des eigenen Erlebens ein verdichtetes Lernen stattfinden kann. Möglich wird dies, weil die Teilnehmer nicht nur passiv im Seminarraum sitzen und den Worten eines Trainers lauschen. Sie sind vielmehr selbst aktiv. Durch dieses unmittelbare Erleben entsteht eine größere Offenheit für neue Lerninhalte.

Durch das gemeinsame Erleben im „Lernfeld Natur“ werden zudem tiefere Erinnerungsanker geschaffen, getreu dem pädagogischen Prinzip:
• „Tell me and I will forget it,
• show me and I will remember it,
• involve me and I will understand it“.
Hinzu kommt: Weil die Teilnehmer mit „Körper, Geist und Seele“ am Geschehen beteiligt sind, zeigen sie bei den Übungen ähnliche Reaktions- und Verhaltensmuster wie im betrieblichen Alltag. Deshalb sind die Lernszenarien, die auf Anlagen wie der am Hotel Zugbrücke geschaffen werden, auch mehr als Metaphern für den betrieblichen Alltag. Im Verhalten der Teilnehmer spiegelt sich die betriebliche Realität wider.
Ein Vorteil von Outdoor-Anlagen ist: Fern vom Arbeitsalltag werden die typischen Verhaltensmuster von Personen und Gruppen oft klarer sichtbar als im komplexen Arbeitsumfeld. Folglich können sie auch leichter beobachtet und thematisiert werden. Hinzu kommt, so Hieronimus: „Analysiere ich das Verhalten in realen Arbeitssituationen, nehmen die Teilnehmerschnell eine Verteidigungshaltung ein. Wähle ich aber eine Spielsituation als Ausgangspunkt, geschieht dies in der Regel nicht.“

 

Durch Erfahrung lernen

Diese Aussagen deuten bereits an, welche Lernfelder sich für erlebnisorientierte Trainings eignen. Für eine Windows-Einführung gibt es wohl effektivere Lernwege als ein Training im Freien. Anders ist es, wenn personale Kompetenzen wie Mut und Risikobereitschaft oder soziale Kompetenzen wie die Teamfähigkeit oder das Führungsverhalten entwickelt werden sollen. Dann ermöglichen solche Hoch- und Tiefseilgärten wie am Hotel Zugbrücke ein schnelles und nachhaltiges Lernen.

Besagte Wirkungen entfalten erlebnisorientierte Trainings nicht, wenn wahllos Übungen wie der „Vertrauensfall“ oder der „Blindwalk“ aneinander gereiht werden. Deshalb müssen zunächst, ausgehend von den Zielen des Unternehmens, die Ziele der Entwicklungsmaßnahme definiert werden. Hieraus muss dann eine Dramaturgie abgeleitet werden, die diesen Anforderungen entspricht. Schließlich sind die Trainings kein Selbstzweck. Den Mitarbeitern sollten auch Tools für den Alltag vermittelt werden. Zudem sollte eine Sensibilisierung für die Unternehmensziele stattfinden.

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